Warum sich ein Besuch von Jobmessen immer noch lohnt
Jobmessen wirken wie ein Relikt des analogen Zeitalters. Doch auch dort lassen sich wertvolle Kontakte knüpfen, wenn man die Absichten der Arbeitgeber versteht und sich selbst etwas vorbereitet.

Generationen hochmotivierter Arbeitsuchender haben es bereits erfahren müssen: Sie gehen bestvorbereitet auf Jobmessen, geschniegelt und gestriegelt, mit vollständigen Bewerbungsunterlagen und einstudierter Kurzvorstellung. Doch am Ende wirkt es oft so, als hätte sich das alles nicht gelohnt: Nur in seltenen Ausnahmen nehmen Unternehmensvertreter den Lebenslauf entgegen oder beenden das Gespräch mit einer Einladung zu einem Vorstellungsgespräch. Mit dieser Erwartungshaltung ist es dann kein Wunder, dass für manche Besucher die erste Jobmesse oft auch die letzte ihres Berufslebens ist. Weiterlesen

Headhunter genießen hierzulande schon aufgrund ihrer wörtlichen Übersetzung ins Deutsche nicht unbedingt den besten Ruf. Denn mit „Kopfjägern“ sind meist Angehörige von Naturvölkern gemeint, die einen Menschen töten, um dessen Kopf oder Schädel als Siegestrophäe zu erbeuten. Da die Branche dann doch nicht ganz so archaisch-morbide ist, haben sich alternative Begriffe etabliert wie etwa Direktsuche, Personalberatung, Executive Search und Arbeitsvermittlung. Im Idealfall arbeiten Headhunter wie Makler, die zwei Parteien zum beiderseitigen Vorteil zusammenbringen. 

Viele Propheten der modernen Personalbeschaffung mögen es kaum glauben, aber Stellenanzeigen sind immer noch nicht von der Bildfläche verschwunden. Zwar ist die Bedeutung klassischer digitaler Jobportale in den letzten zwei Jahrzehnten zurückgegangen, aber nach wie vor sind sowohl generalistische als auch viele spezialisierte Stellenbörsen der erste Anlaufpunkt für suchende Arbeitnehmer. Doch die tun sich schwer, die (Un-)Logiken des Stellenmarktes zu begreifen und die Codes in den Anzeigen zu dechiffrieren. 

Wer regelmäßig Nachrichten konsumiert, dürfte sich in unserem Land sicherlich schon einen mentalen Schutzpanzer gegen die zahllosen apokalyptischen Reiter zugelegt haben, die uns bedrohen. Pandemie, Klimawandel, Wohnungsknappheit, Niedrigzins, Digitalstau – die Liste ließe sich ohne Weiteres fortsetzen. Interessanter Weise kommen manche Themen nur am Rande vor, obwohl sie deutlich mehr Aufmerksamkeit verdient hätten. Dazu gehört auch der Fachkräftemangel, in seiner gesteigerten Form der Arbeitskräftemangel. 
