Dr. Markus Karbaum
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Tipps aus der Praxis, die wirklich weiterhelfen. Einblicke in Fragestellungen rund um die Themen Bewerbung und Karriere.
14. Juli 2026
Gehaltserhöhungen zu verhandeln könnte zukünftig deutlich formaler werden. Denn durch die Entgelttransparenzrichtlinie gilt: Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit. Das muss nur bewiesen oder widerlegt werden.
Zugegeben, es wird ein ziemlich technokratischer Beitrag und der längste, den ich hier jemals publiziert habe. Aber für meine treuen Leserinnen und Leser dürfte sich die Lektüre lohnen, im wahrsten Sinne des Wortes. Denn obwohl Deutschland wohl erst 2027 die Entgelttransparenzrichtlinie der Europäischen Union in nationales Recht umsetzt, entfaltet sie bereits heute Wirkung, weil Gerichte den Regelungsgehalt der Richtlinie in der Rechtsprechung berücksichtigen. Deshalb sind Kenntnisse darüber vor allem für diejenigen relevant, die in naher Zukunft über Gehaltserhöhungen verhandeln. Weiterlesen
7. Juni 2026
Die Bundesrepublik Deutschland hat es versäumt, bis zum heutigen Tag die EU-Entgelttransparenzrichtlinie in nationales Recht zu übertragen. Trotzdem wird sich einiges ändern, wovon in erster Linie Frauen profitieren sollen.
Ab 7. Juni 2026 wären Arbeitgeber mit mehr als 100 Mitarbeitenden dazu verpflichtet gewesen, entweder das Einstiegsgehalt oder die verhandelbare Gehaltsspanne in der Stellenausschreibung anzugeben. Oder diese Informationen vor dem Bewerbungsgespräch zu kommunizieren, beispielsweise in der Einladung zum ersten Vorstellungsgespräch. Außerdem wäre es Arbeitgebern nicht mehr erlaubt gewesen, nach der Höhe des letzten Lohns bzw. Gehalts zu fragen. Doch bekanntlich gibt es kein (Arbeits-)Leben im Konjunktiv. Weiterlesen
18. Mai 2026
Homeoffice oder Büro? Die platte Gegenüberstellung ist zwar überholt. Trotzdem lohnt sich ein genauer Blick, um Chancen zu erkennen und einen dysfunktionalen Einsatz des Homeoffice zu vermeiden.
Vor einigen Wochen war ich im Interview bei WELT-TV anlässlich einer gerade veröffentlichten Studie zur Produktivität im Homeoffice. Im Vorgespräch erzählte mir Moderator Alexander Siemon von einem Beamten, der im Freundeskreis offen darüber spräche, dass er zu Hause nicht arbeite, sondern unbeobachtet den Feierabend vorziehe. In der Tat ist genau das die typische Befürchtung vieler Führungskräfte: Mitarbeiter im Homeoffice sind nicht produktiv. Weiterlesen