• Link zu LinkedIn
  • Link zu Xing
  • Link zu Facebook
  • Link zu Youtube
  • Link zu WhatsApp
  • Kontaktformular
Telefon: +49 170 807 69 50 | E-Mail: info@karbaum-consulting.eu
Dr. Karbaum Consulting & Coaching
  • Startseite
  • Profil
  • Fach- & Führungskräfte
  • Bewerber
  • Unternehmen
  • Berliner Einblicke
  • Deutsch
  • English
  • Click to open the search input field Click to open the search input field Suche
  • Menü Menü

Was würden motivierte Leistungsträger wählen?

9. Februar 2025/0 Kommentare/von Dr. Markus Karbaum

Am 23. Februar findet die Bundestagswahl statt. Wer immer danach regieren wird sollte sehr darauf achten, Anreize für Arbeit und Leistung zu setzen.

Haben Sie es mitbekommen? Die Beitragsbemessungsgrenzen zur Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung sind zum neuen Jahr deutlich gestiegen. Außerdem bauen immer mehr Unternehmen Stellen ab, weshalb die Arbeitslosigkeit weiter steigt. Doch das ist nur ein kleiner Vorgeschmack darauf, was uns in den nächsten Jahren droht, wenn wir nicht umsteuern.

Als Coach geht es mir stets darum, die Selbstwirksamkeit meiner Klienten zu erhöhen. Doch die Grenzen sind schnell erreicht, wenn die Rahmenbedingungen nicht stimmen. Das kann sich auf einen Arbeitgeber, eine Branche und letztendlich auch auf den gesetzlichen Rahmen beziehen. Im Februar 2025 sollte der Fokus ausnahmsweise mal auf der Politik liegen, da am 23. Februar die Bundestagswahl stattfindet. Denn die Dinge drohen völlig aus dem Ruder zu laufen, wenn wir weitermachen wie in den letzten 20 Jahren.

Es droht der Zusammenbruch des Sozialstaates

Das Kernproblem ist schnell beschrieben: Die Sozialabgaben steigen und steigen und steigen.  Bereits heute zählen die Lohnzusatzkosten in Deutschland zu den höchsten der Welt. Der Gesamtsozialversicherungsbeitrag, also die Pflichtbeiträge zur Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung, liegt mittlerweile bei rund 42%. Im günstigsten Fall steigen die Abgaben innerhalb der nächsten zehn Jahre auf über 46%, im ungünstigsten Fall auf über 51%. Ursache dafür sind die demographische Entwicklung und das Ausscheiden der sogenannten Boomer-Generation aus dem Erwerbsleben.

Der Sozialstaat, wie wir ihn kennen, kann und wird keinen Bestand haben. Als Wähler sollten sie sehr darauf achten, dass Ihnen niemand etwas vormacht. Umgekehrt verkaufen uns Politiker für dumm, die sich weigern, den enormen Reformbedarf unserer Sozialversicherung überhaupt zur Kenntnis zu nehmen. Denn ein Weiter-so wird nicht funktionieren, auch wenn es Menschen geben sollte, die mit großer Freude mehr als die Hälfte von dem, was sie verdienen, abführen.

Migration wird uns nicht retten – ganz im Gegenteil

Wer als weltgewandter, polyglotter und interkultureller Leistungsträger nicht ortsgebunden ist, wird sich wahrscheinlich genau überlegen, wo auf dieser Welt Erwerbsleben und Gründung einer Familie besonders attraktiv sind. Noch nie war es für talentierte Absolventen und Fachkräfte so einfach, die Zelte in der Heimat abzubrechen und woanders hinzugehen. Und dieser Trend wird sich verstärken, wenn wir unsere jungen, hochmotivierten Leistungsträger noch mehr belasten. Mit fatalen Folgen für wertschöpfende Innovationen, auf die unsere Volkswirtschaft mangels natürlicher Ressourcen so sehr angewiesen ist.

Insofern brauchen wir aktuell gar nicht mehr darüber nachzudenken, wie wir ausländische Fachkräfte in der Masse dazu bringen, nach Deutschland zu kommen, um unseren Sozialstaat und den Wirtschaftsstandort zu retten. Wer rechnen kann, wird andere Länder bevorzugen. Oder glauben Sie, Deutschland ist so attraktiv wegen günstiger Mieten, erstklassiger Schulen, pünktlicher Züge und des guten Wetters? Anstatt auf einen Bevölkerungszuwachs durch Migration zu setzen, droht uns im Gegenteil dauerhafte Nettoabwanderung.

Es muss wieder attraktiv werden, mehr zu arbeiten

Aber nicht nur unsere klügsten Köpfe werden sich der staatlichen Maßlosigkeit entziehen. Im Coaching von Langzeitarbeitslosen habe ich es selbst immer wieder erlebt, wie attraktiv Schwarzarbeit für Personen ist, die im Niedriglohnsektor tätig sind. Und tatsächlich ist jedes Lohnabstandsgebot Makulatur, solange die Rahmenbedingungen das allzu beliebte private Kombilohnmodell Bürgergeld plus Schwarzarbeit möglich machen. Auch die Anzahl der Mini- und Midijobs wird deutlich zunehmen, weshalb steigende Sozialversicherungsbeiträge nur noch dazu führen werden, dass weniger Menschen bereit sein werden, sie zu bezahlen.

Hinzu kommt ein fataler Trend, immer weniger arbeiten zu wollen, trotz stetig steigender Lebenshaltungskosten. Für mich ist das kein Wunder, wenn man nicht nur von belastender Arbeit und unfähigen Führungskräften demotiviert wird, sondern auch durch Sozialabgaben und die progressiv steigende Einkommenssteuer. Machen wir uns nichts vor: Menschen arbeiten in erster Linie für sich selbst und ihre engsten Angehörigen, sonst wäre der Sozialismus wohl kaum gescheitert. In der Folge werden die meisten Arbeitgeber noch stärker vom Arbeitskräftemangel betroffen sein. Und geringere Einnahmen werden unsere Sozialkassen weiter destabilisieren.

Der Staat wird weniger Steuern einnehmen, wenn die Wirtschaft lahmt

Während also vor der Bundestagswahl die dysfunktionale Sozialpolitik durch die meisten Parteien weitgehend ignoriert wird, stehen die Wahlen ganz im Zeichen der Sicherheits- und Verteidigungspolitik.  Ihre zukunftsweisende Relevanz für unser Land und ganz Europa möchte ich keinesfalls in Abrede stellen. Die Grundlage aller staatlicher Ausgaben ist allerdings, dass dafür zunächst Gewinne erzielt werden, um Einnahmen generieren zu können. Wer in den letzten Monaten die zahlreichen Hiobsbotschaften produzierender Unternehmen verfolgt hat weiß, dass auch das nicht mehr selbstverständlich ist. Doch der Anstieg der Arbeitslosigkeit ist wohl zu schleichend, um daraus ein allgemeines Problembewusstsein abzuleiten.

Sollten unsere gewählten Repräsentanten nach der Bundestagswahl nicht willens oder fähig sein, die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen unserer Unternehmen zu verbessern, wird es ein böses Erwachen geben. Und das betrifft nicht nur Start-up-Gründer, Facharbeiter der Industrie und Ingenieure mittelständischer Unternehmen, sondern auch den Einzelhandel, die Gastronomie und alle anderen Beschäftigten des Dienstleistungssektors. Auch diejenigen, die unmittelbar durch den Staat finanziert werden, sollten wissen, dass das Geld für Ihr Einkommen nicht einfach nur gedruckt werden muss.

Insofern wundert mich die wirtschaftspolitische Apathie unserer politischen Entscheidungsträger zwei Wochen vor der Bundestagswahl sehr. Als Wähler dürften wir sie aber nicht mehr damit durchkommen lassen. Ihre Trägheit und ihr Reformunwille, der die zwei Jahrzehnte nach der Agenda 2010 geprägt hat, können wir uns einfach nicht mehr leisten. Am 23. Februar liegt es an uns, ein klares Zeichen zu setzen.

Schlagworte: Arbeitsmarkt, Motivation
Eintrag teilen
  • Teilen auf Facebook
  • Teilen auf X
  • Teilen auf WhatsApp
  • Teilen auf Pinterest
  • Teilen auf LinkedIn
  • Teilen auf Tumblr
  • Teilen auf Vk
  • Teilen auf Reddit
  • Per E-Mail teilen
0 0 Dr. Markus Karbaum https://karbaum-consulting.eu/wp-content/uploads/2019/06/Logo_Karbaum_Consulting-265-100.png Dr. Markus Karbaum2025-02-09 08:43:482026-09-11 13:40:59Was würden motivierte Leistungsträger wählen?
Das könnte Dich auch interessieren
Wenn Akademiker in der Wissenschaft nicht mehr weiterkommen
Altersdiskriminierung: Woher sie kommt und was dagegen hilft
Wie Sie ohne Initiativbewerbungen die Chancen des verdeckten Arbeitsmarkts nutzen
Wie der Megatrend Digitalisierung die Arbeitswelt verändert
Auf die Motivation kommt es an
Wie Sie Sicherheit und Beständigkeit im Berufsleben (nicht) finden
Wegen KI: Ist auch Ihr Arbeitsplatz schon weggefallen?
Die Generation Z ist besser als ihr Ruf!
0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.

Kategorien

  • Bewerbungscoaching
  • Erfolgreich führen
  • Für Gründerinnen und Gründer
  • Karriere
  • Personalarbeit
  • Selbstkompetenz
  • Selbstvermarktung

Schlagwörter

Absolventen (3) Anschreiben (5) Arbeitsagentur (3) Arbeitslosigkeit (4) Arbeitsmarkt (13) Arbeitsvertrag (4) Berlin (86) Berufliche Orientierung (9) Bewerbungsstrategien (6) Covid-19 (5) Digitalisierung (5) Fachkräftemangel (8) Führungskarriere (5) Führungskräftecoaching (10) Führungsstil (9) Jobcoaching (6) Job mit Sinn (7) Karriereplanung (6) Karrierewege (6) Kommunikation (5) Konflikte (7) Künstliche Intelligenz (5) Lebenslauf (4) Motivation (4) Netzwerken (4) Onboarding (3) Personal Branding (8) Personaldiagnostik (6) Personalentwicklung (4) Potentialanalyse (3) Quereinstieg (3) Recruiting (15) Resilienz (9) Selbstvertrauen (12) Sicherheit (3) Soft Skills (5) Stellenanzeigen (6) Teamfähigkeit (3) Umorientierung (8) Unternehmenskultur (5) Verhandlung (3) Verunsicherung (4) Veränderungsbereitschaft (12) Vorstellungsgespräche (15) VUCA (5)
  • Von der Kunst, Nein sagen zu können17. August 2026 - 6:13by: Dr. Markus Karbaum
  • Gehaltserhöhungen verhandeln: Das ändert sich durch die Entgelttransparenzrichtlinie14. Juli 2026 - 5:01by: Dr. Markus Karbaum
  • Die EU-Entgelttransparenzrichtlinie kommt (nicht)7. Juni 2026 - 8:54by: Dr. Markus Karbaum
  • Von der Kunst, Nein sagen zu können
    von Dr. Markus Karbaum am 17. August 2026 um 5:13

    Nein zu sagen oder den Fluch der guten Tat zu vermeiden fällt nicht allen Erwerbstätigen leicht. Doch wie kann man dieser Falle risikolos entkommen? Wer den Karren am besten zieht, bekommt die schwerste Last aufgeladen – bis ihm der Rücken bricht. Diese auch als Lastesel-Paradoxon genannte Metapher kennt auch die englische Sprache: No good deed Der Beitrag Von der Kunst, Nein sagen zu können erschien zuerst auf Bewerbungen und Karriere erfolgreich gestalten.

  • Gehaltserhöhungen verhandeln: Das ändert sich durch die Entgelttransparenzrichtlinie
    von Dr. Markus Karbaum am 14. Juli 2026 um 4:01

    Gehaltserhöhungen zu verhandeln könnte zukünftig deutlich formaler werden. Denn durch die Entgelttransparenzrichtlinie gilt: Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit. Das muss nur bewiesen oder widerlegt werden. Zugegeben, es wird ein ziemlich technokratischer Beitrag und der längste, den ich hier jemals publiziert habe. Aber für meine treuen Leserinnen und Leser dürfte sich die Lektüre lohnen, im wahrsten Der Beitrag Gehaltserhöhungen verhandeln: Das ändert sich durch die Entgelttransparenzrichtlinie erschien zuerst auf Bewerbungen und Karriere erfolgreich gestalten.

  • Die EU-Entgelttransparenzrichtlinie kommt (nicht)
    von Dr. Markus Karbaum am 7. Juni 2026 um 7:54

    Die Bundesrepublik Deutschland hat es versäumt, bis zum heutigen Tag die EU-Entgelttransparenzrichtlinie in nationales Recht zu übertragen. Trotzdem wird sich einiges ändern, wovon in erster Linie Frauen profitieren sollen. Ab 7. Juni 2026 wären Arbeitgeber mit mehr als 100 Mitarbeitenden dazu verpflichtet gewesen, entweder das Einstiegsgehalt oder die verhandelbare Gehaltsspanne in der Stellenausschreibung anzugeben. Oder Der Beitrag Die EU-Entgelttransparenzrichtlinie kommt (nicht) erschien zuerst auf Bewerbungen und Karriere erfolgreich gestalten.

© 2026 Dr. Markus Karbaum - Erstellt von Werbeatelier Müller Berlin-Neukölln
  • Kontaktformular
  • AGB
  • Datenschutz
  • Impressum
Link to: Was Headhunter wirklich von Ihnen wollen Link to: Was Headhunter wirklich von Ihnen wollen Was Headhunter wirklich von Ihnen wollen Link to: Sei kein Opfer! Link to: Sei kein Opfer! Sei kein Opfer!
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen

Diese Website verwendet Cookies, um Ihren Besuch effizienter zu machen und Ihnen mehr Benutzerfreundlichkeit zu bieten. Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.

OKWeitere Informationen

Cookie- und Datenschutzeinstellungen



Wie wir Cookies verwenden

Wir können Cookies anfordern, die auf Ihrem Gerät eingestellt werden. Wir verwenden Cookies, um uns mitzuteilen, wenn Sie unsere Websites besuchen, wie Sie mit uns interagieren, Ihre Nutzererfahrung verbessern und Ihre Beziehung zu unserer Website anpassen.

Klicken Sie auf die verschiedenen Kategorienüberschriften, um mehr zu erfahren. Sie können auch einige Ihrer Einstellungen ändern. Beachten Sie, dass das Blockieren einiger Arten von Cookies Auswirkungen auf Ihre Erfahrung auf unseren Websites und auf die Dienste haben kann, die wir anbieten können.

Notwendige Website Cookies

Diese Cookies sind unbedingt erforderlich, um Ihnen die auf unserer Webseite verfügbaren Dienste und Funktionen zur Verfügung zu stellen.

Da diese Cookies für die auf unserer Webseite verfügbaren Dienste und Funktionen unbedingt erforderlich sind, hat die Ablehnung Auswirkungen auf die Funktionsweise unserer Webseite. Sie können Cookies jederzeit blockieren oder löschen, indem Sie Ihre Browsereinstellungen ändern und das Blockieren aller Cookies auf dieser Webseite erzwingen. Sie werden jedoch immer aufgefordert, Cookies zu akzeptieren / abzulehnen, wenn Sie unsere Website erneut besuchen.

Wir respektieren es voll und ganz, wenn Sie Cookies ablehnen möchten. Um zu vermeiden, dass Sie immer wieder nach Cookies gefragt werden, erlauben Sie uns bitte, einen Cookie für Ihre Einstellungen zu speichern. Sie können sich jederzeit abmelden oder andere Cookies zulassen, um unsere Dienste vollumfänglich nutzen zu können. Wenn Sie Cookies ablehnen, werden alle gesetzten Cookies auf unserer Domain entfernt.

Wir stellen Ihnen eine Liste der von Ihrem Computer auf unserer Domain gespeicherten Cookies zur Verfügung. Aus Sicherheitsgründen können wie Ihnen keine Cookies anzeigen, die von anderen Domains gespeichert werden. Diese können Sie in den Sicherheitseinstellungen Ihres Browsers einsehen.

Andere externe Dienste

Wir nutzen auch verschiedene externe Dienste wie Google Webfonts, Google Maps und externe Videoanbieter. Da diese Anbieter möglicherweise personenbezogene Daten von Ihnen speichern, können Sie diese hier deaktivieren. Bitte beachten Sie, dass eine Deaktivierung dieser Cookies die Funktionalität und das Aussehen unserer Webseite erheblich beeinträchtigen kann. Die Änderungen werden nach einem Neuladen der Seite wirksam.

Google Webfont Einstellungen:

Google Maps Einstellungen:

Google reCaptcha Einstellungen:

Vimeo und YouTube Einstellungen:

Einstellungen akzeptierenVerberge nur die Benachrichtigung